Bild PHotoESPAÑA gibt die Gewinner der Auszeichnung „Bestes Fotobuch des Jahres“ bekannt

PHotoESPAÑA gibt die Gewinner der Auszeichnung „Bestes Fotobuch des Jahres“ bekannt
28.07.2026

PHotoESPAÑA würdigt die Arbeit von Fotografen, Galerien, Verlagen und Künstlern mit einem Auszeichnungsprogramm, das die Qualität, das Engagement und die Originalität der in dieser Ausgabe prämierten Projekte hervorhebt und damit das Engagement des Festivals für die Verlagsbranche und die kulturelle Vermittlung unterstreicht. Die Jury des Preises für das beste Fotobuch, bestehend aus Paco Gómez (Fotograf und Autor), Laura SanSegundo (Bildende Künstlerin und Fotografin) und Dieter Neubert (Gründer und Leiter des Kasseler Fotobuchfestivals), betonte in diesem Jahr das außergewöhnlich hohe Niveau der eingereichten Arbeiten und demonstrierte damit die Bedeutung und den Stellenwert des Fotobuchs als etabliertes künstlerisches Format in der heutigen Zeit.

In der Kategorie „Erstveröffentlichung“ wurde das Buch „Changing Room“ von Chiara Calgaro (Altana) ausgezeichnet. Es erkundet Geschlechtsidentität anhand des Fußballs. Die Autorin beginnt ihre Reise mit ihrem eigenen Team, einem selbstverwalteten Kollektiv aus Frauen, trans und nicht-binären Personen, und setzt sie mit einer Reise quer durch Europa auf der Suche nach anderen queeren Teams fort. In der Kategorie „Kreation“ ging der Preis an „FASHION“ (GOST Books) von Mark Power. Über 27 Jahre hinweg fotografierte er in 23 Ländern Produktionsstätten wie Baustellen, Steinbrüche, Werften und Recyclinganlagen. Seine Bilder, die ohne Bildunterschriften auskommen, erhalten, losgelöst von ihrem kommerziellen Kontext, einen poetischen und schwer fassbaren Charakter.

In der Kategorie Bibliophilie wurde der Fotoband „Arimotz“ von Javier Landeras (Selbstverlag Haru Asaki) ausgezeichnet. Es handelt sich um eine künstlerische Interpretation des Waldreservats „Arimotxes“ in Munain-Okariz (Álava). Der Band geht über das klassische Konzept eines Fotobuchs hinaus und wird zu einem ästhetisch anspruchsvollen Objekt, das mit der Anthropologie und Soziologie der Landschaft verbunden ist. In der Kategorie Forschung ging der Preis an „Del éxodo y del viento“ (Vom Exodus und dem Wind) von Juan Valbuena (herausgegeben vom Ministerium für Territorialpolitik und Demokratisches Gedächtnis). Dieses Werk nutzt Alltagsgegenstände, Familienalben und institutionelle Archive, um das Exil Tausender Menschen, die nach dem Spanischen Bürgerkrieg gezwungen waren, im Maghreb Zuflucht zu suchen, vor dem Vergessen zu bewahren.

Diese Ausgabe widmet außerdem Catherine Lemblés „Only Barely Still – On Woman and Wilderness“ (erschienen bei The Eriskay Connection) eine besondere Erwähnung. Das Werk, das sich auf den Svalbard-Archipel konzentriert, entwirft eine subtile, aber eindringliche Gegenerzählung zur westlichen Vorstellungswelt, die die Polarlandschaft historisch aus einer männlich geprägten Perspektive dargestellt hat. Es rückt den Blick der Frauen in den Mittelpunkt und verwendet dafür zeitgenössisches Material, Archivbilder des Norwegischen Polarinstituts und einen Essay von Abi Andrews.

Alle Informationen zu den Preisen und dem Programm finden Sie auf der offiziellen Website von PHotoESPAÑA.